Ich habe in den letzten Jahren viele Landing Pages gesehen. Gute. Schlechte. Und die ganz schlimmen, bei denen man sich fragt, ob irgendjemand sie jemals jemand aktiv angeschaut hat.
Was mir dabei immer wieder auffällt: Es sind selten die großen Design-Revolutionen, die den Unterschied machen. Es sind oft die Details. Die Klarheit. Die Struktur. Das Gefühl von „Hier bin ich richtig“.
Hier kommen meine 10 wichtigsten Tipps für mehr Conversions – praxisnah, ehrlich und direkt umsetzbar.
01. EINE KLARE BOTSCHAFT – KEINE KREATIVE VERWIRRUNG
Wenn ich eine Landing Page öffne, will ich in 3 Sekunden verstehen:
- Worum geht es hier?
- Für wen ist das?
- Was habe ich davon?
Keine Wortspiele. Keine kryptischen Headlines. Keine Image-Slogans.
Eine gute Headline ist konkret. Zum Beispiel:
„Gewinne 3–5 neue Kunden pro Monat mit LinkedIn – ohne Kaltakquise.“
Das ist klar. Greifbar. Verständlich.
Kreativität ist gut – aber Klarheit konvertiert.
02. DER ABOVE-THE-FOLD-BEREICH ENTSCHEIDET ALLES
Was sieht man, ohne zu scrollen? Genau da entscheidet sich: Bleibt jemand – oder geht er?
In diesem Bereich sollten unbedingt sein:
- Eine starke Headline
- Eine Subheadline mit Nutzenversprechen
- Ein klarer Call-to-Action
- Optional: Social Proof oder ein visuelles Element
Kein unnötiger Textblock. Kein Roman. Nur das Wesentliche.
Ich frage mich hier immer: Wenn jemand nur diesen Abschnitt liest – versteht er das Angebot?
Wenn nicht, ist noch Arbeit nötig.
03. FOKUS AUF DEN NUTZEN – NICHT AUF FEATURES
Das ist ein Klassiker – und trotzdem wird er ständig ignoriert.
Niemand kauft:
- 12 Module
- 4 Bonus-Videos
- 300 Seiten PDF
Menschen kaufen Ergebnisse.
Statt: „12 Video-Lektionen“
Lieber: „Lerne Schritt für Schritt, wie du deine erste profitable Kampagne aufsetzt.“
Features informieren. Nutzen überzeugt.
04. EINE KLARE ZIELGRUPPE – NICHT „FÜR ALLE“
Eine Landing Page, die alle ansprechen will, spricht niemanden wirklich an.
Wenn ich schreibe: „Für Unternehmer“ -> fühlt sich kaum jemand wirklich gemeint.
Wenn ich schreibe: „Für selbstständige Coaches, die regelmäßig Anfragen über LinkedIn generieren wollen“ -> dann wird es plötzlich konkret.
Klarheit erzeugt Resonanz. Und Resonanz erzeugt Conversions.
05. SOCIAL PROOF – VERTRAUEN SCHLÄGT DESIGN
Egal wie gut dein Angebot ist: Ohne Vertrauen wird niemand kaufen.
Was funktioniert besonders gut?
- Echte Testimonials mit Foto
- Konkrete Ergebnisse
- Screenshots von Feedback
- Zahlen (wenn möglich belegbar)
Wichtig: Nicht „Tolles Coaching, sehr empfehlenswert!“
Sondern: „Nach 6 Wochen hatte ich 4 neue Kunden – komplett ohne Ads.“
Je konkreter, desto stärker.
06. WENIGER AUSWAHL = MEHR ENTSCHEIDUNG
Zu viele Optionen lähmen.
- 5 verschiedene Pakete
- 3 Call-to-Actions
- 4 unterschiedliche Ziele
Das überfordert.
Ich empfehle auf einer klassischen Landing Page:
- Ein Ziel
- Ein primärer CTA
- Eine klare Handlung
Menschen entscheiden leichter, wenn sie nicht vergleichen müssen.
07. EIN CALL-TO-ACTION, DER WIRKLICH FÜHRT
„Jetzt absenden“ ist kein überzeugender CTA.
Ein guter Call-to-Action:
- Ist aktiv formuliert
- Betont den Nutzen
- Klingt klar und konkret
Beispiele:
- „Kostenloses Strategiegespräch sichern“
- „Jetzt Platz im Workshop reservieren“
- „Gratis Checkliste herunterladen“
Und ganz wichtig: Der CTA darf mehrmals auf der Seite auftauchen. Nicht nur einmal ganz unten.
08. EINWÄNDE VORWEGNEHMEN
Jede Kaufentscheidung hat innere Widerstände.
Typische Gedanken:
- „Ist das wirklich seriös?“
- „Funktioniert das für mich?“
- „Ist das sein Geld wert?“
- „Was, wenn es nicht klappt?“
Eine gute Landing Page spricht diese Fragen aktiv an. Zum Beispiel durch:
- FAQ-Bereich
- Geld-zurück-Garantie
- Transparente Preisstruktur
- Prozess-Erklärung
Wenn ich merke, dass jemand meine Zweifel versteht, steigt mein Vertrauen automatisch.
09. STRUKTUR SCHLÄGT TEXTMENGE
Viele glauben, eine lange Landing Page sei automatisch besser. Länge ist nicht das Problem. Unstrukturierter Text ist es.
Wichtig sind:
- Klare Zwischenüberschriften
- Absätze
- Bullet Points
- Weißraum
- Visuelle Führung
Eine gut strukturierte lange Seite kann sehr gut konvertieren – weil sie führt. Eine kurze, chaotische Seite kann komplett verlieren.
Lesbarkeit ist Conversion-Optimierung.
10. TESTEN. WIRKLICH TESTEN.
Das hier ist vielleicht der wichtigste Punkt.
Ich habe schon erlebt:
- Kleine Headline-Änderung → +30 % Conversion
- Button-Farbe verändert → kaum Unterschied
- Testimonials nach oben verschoben → deutlich bessere Ergebnisse
Was heißt das für dich?
Nicht raten. Testen.
Zum Beispiel:
- A/B-Tests bei Headlines
- Unterschiedliche CTA-Formulierungen
- Verschiedene Angebotsdarstellungen
- Reihenfolge der Argumente
Oft sind es Nuancen, die den Unterschied machen.
BONUS: DIE EINE FRAGE, DIE ALLES VERÄNDERT
Wenn ich eine Landing Page optimiere, stelle ich mir immer diese Frage:
Würde ich hier kaufen – wenn ich die Zielgruppe wäre?
Wenn die ehrliche Antwort „Nein“ ist, weiß ich: Es gibt noch Reibung. Noch Unsicherheit. Noch Unklarheit. Und genau da liegt meist der Hebel.
11. FAZIT: CONVERSION IST KEIN TRICK – SONDERN KLARHEIT
Mehr Conversions entstehen nicht durch psychologische Manipulation, komplexe Hacks oder geheime Copy-Formeln.
Sie entstehen durch:
- Klarheit
- Relevanz
- Vertrauen
- Struktur
- Fokus
Am Ende geht es nicht um Design oder Text allein. Es geht um das Gefühl, das deine Seite auslöst.
- Fühlt sich jemand verstanden?
- Fühlt er sich sicher?
- Fühlt sich die Entscheidung logisch und einfach an?
Wenn ja, steigen die Conversions fast automatisch.
Und jetzt ganz ehrlich: Welche drei Punkte würdest du auf deiner aktuellen Landing Page sofort verbessern? Manchmal reicht genau da der erste kleine Schritt.